Junior Corporate Design Nominierung

Hey Leute,

Ich habe heute die freudige Nachricht bekommen, dass meine Bachelorarbeit zum Thema „Corporate Design für den RS1“ von der CDP-Jury nominiert wurde.

Für den ersten Platz hat es zwar leider nicht gereicht, aber die Erstplatzierte hat es sich mit ihrem Corporate Design für einen neuseeländischen Honig, auch wirklich wohl verdient.

Dafür könnt ihr meine Arbeit nun aber auf der Junior Corporate Design Seite, sowie im Corporate Design Jahrbuch 2018 betrachten.

Plastik im Meer und überall

In einer Wegwerfgesellschaft wie unsere ist Müll unvermeidlich. Täglich entsteht weltweit tonnenweise neuer Müll, ein Großteil davon besteht aus Plastik. Es ist aus unserem Leben einfach nicht mehr wegzudenken. Egal ob es sich um Spielzeug oder Werkzeug handelt, um Trinkflaschen oder Brotdosen, um Verpackungen oder Müllbeutel, ja sogar in unserer Kleidung und Einrichtung steckt dieser Kunststoff komplett oder zum Teil. Wer darauf achten will plastikfreie Alternativen zu finden, der muss oft nicht nur lange suchen, sondern meist auch mehr bezahlen. Plastik ist billig. Perfekt für die Herstellung von Einwegprodukten oder billiger Massenware und hervorragend für eine konsumorientierte Gesellschaft wie unsere.



Doch warum ist Plastik bei Umweltschützern so in Verzug geraten? Plastik oder auch Kunststoff genannt, ist vor allem eines – langlebig. Prima, wenn es auch die Produkte wären aus denen sie hergestellt werden. Allerdings ist dies bei uns nicht der Fall. Langlebige Produkte? Eine Jacke länger als zwei Winter zu tragen oder Schuhe öfter als zweimal anziehen? Das ist lang! Sneaker kaufen und gar nicht erst anziehen? Genial! Im Regal stehend sind Sie unsere Kapitalanlage und sollen später für eine hohe Wertsteigerung sorgen. Doch es steigert vor allem eines – die Umweltverschmutzung.

Unsere Schuhe bestehen heutzutage zu fast 100% aus Plastik. Die guten alten Lederschuhe? Verpönt und oft zu teuer. Lieber zwei, drei „Plastikschuhe“ zum Preis eines Lederschuhs kaufen. Dann wird man auch nicht als Tierquäler abgestempelt, sondern ist genauso hip und trendy wie der Mainstream.

Was dabei allerdings kaum beachtet wird ist, dass ein Lederschuh bei guter Pflege durchaus mehrere Jahre halten kann, der „Plastikschuh“ hingegen meist nach der ersten Saison schon nicht mehr tragbar ist. Das macht ja aber nichts, waren schließlich günstig genug sie einfach wegzuschmeißen und Neue zu kaufen. Ein paar Schuhe auf der Müllhalde mehr oder weniger merkt doch eh keiner…(denken sich 2 Milliarden Menschen und wundern sich über den Müllberg…)



Ist Plastik (im Meer) wirklich so gefährlich?

 

Plastik kann lang- UND kurzlebig zugleich sein. Kurzlebig für uns aber dafür langlebig für die Natur. Plastik zersetzt sich nämlich nicht auf natürlichem Wege, es zerfällt bloß in immer kleiner werdende Teile – sogenanntem Mikroplastik. Dieser Prozess kann zwischen 400 und 500 Jahre dauern. In dieser Zeit sammelt sich eine Menge Plastikmüll an. Achtlos weggeworfen sorgt er für große Umweltprobleme.

Plastik das beispielsweise im Meer landet, schwimmt dort jahrelang umher. Es zerfällt nach und nach, bis es schließlich klein genug geworden ist, um von den Meeresbewohnern für essbare Nahrung gehalten und gefressen wird.

Meist tödlich endet es für die Tiere, weil die Plastikteile entweder ihre Mägen verstopfen und sie neben den gefressenen Kunstoffteilen zu wenig echte Nahrung aufnehmen und somit verhungern. Sie verhungern also mit vollem Magen…

Eine weitere Todesursache ist, dass sie von den größeren Plastikteilen verletzt werden können. Beispielsweise verfangen sie sich in weggeworfene Fischernetze oder strangulieren sich an Seilen.

Giftiges Plastik dank Weichmachern wie Bisphenol A (BPA)

Einige Stoffe, die zur Herstellung von Plastik verwendet werden, um gewisse Eigenschaften zu erzielen, sind ebenso gesundheitsgefährdend. Mit der Zeit lösen diese sich nämlich heraus und können dann toxisch auf ihre Umgebung wirken. So konnte bereits nachgewiesen werden, dass Fische, durch die hohe Aufnahme von Plastik, unfruchtbar wurden und ihre Hormone verrückt spielten. In besondere Kritik geraten ist hierbei der häufig verwendete Weichmacher Bisphenol A (BPA). Man stellte fest, dass BPA sich auch auf das menschliche Hormonsystem auswirkt und diesen empfindlich stören kann. Aufgrund seiner leicht östrogenen Wirkung, beeinträchtigt es beispielsweise das männliche Sexualverhalten. Außerdem ergaben einige Forschungen weitere Krankheitsbilder, wie Übergewicht, Unfruchtbarkeit (bei Männern), Krebs und Diabetes, in Verbindung mit BPA. Wegen mangelnder Langzeittests ist man sich allerdings uneinig, ob man diese offiziell bestätigen soll.

  • Zumindest die Verwendung von BPA zur Herstellung von Babyflaschen ist seit dem 01. März 2011 europaweit verboten worden.

Neben den Giftstoffen, die das Plastik abgibt zieht es außerdem noch andere Giftstoffe an und speichert sie. Somit ist das Wasser in dem die Kunststoffe schwimmen gleichermaßen verseucht wie die Tiere und Pflanzen, die sie aufnehmen.

Wir haben aus den Meeren und Ozeanen eine Müllhalde gemacht. Die Fische darin essen wir trotzdem. Wollen wir das? Nicht wirklich oder? Doch dann müssen wir uns entscheiden. Entweder: „Müll im Meer“ oder „Fisch auf dem Teller“?

Schlussendlich muss aber jeder für sich selbst entscheiden, ob er Verantwortung für die Natur übernehmen will oder wieviel er ihr stattdessen noch zumuten möchte…

Umweltschutz und Naturschutz betreffen uns alle!

Wer die Natur und unsere Umwelt schützen möchte, der weiß, dass er weniger Auto fahren sollte, anfangen müsste Energie zu sparen und auch nicht mehr soviel Fleisch essen dürfte. Ein umweltbewussteres und nachhaltigeres Leben bedeutet vor allem eines – weniger konsumieren.

„Von allem etwas weniger und am besten nur das Nötigste!“

Das heißt für uns alle, wir kämen nicht umhin unser komplettes Leben ändern zu müssen und das Wort VERZICHT müsste dabei ganz groß geschrieben werden. Doch wir haben uns an den ganzen Komfort, den Luxus und den Überfluss gewöhnt. Umweltschutz und Naturschutz? Eine klare Bedrohung für unser bequemes Leben.

Wenn im Fernseher ein Bericht über ein Umweltproblem gezeigt wird und gesagt wird, die Natur müsse geschützt werden, dann nicken wir aber bleiben sitzen. Aufstehen und etwas dagegen tun? Nein danke. Es tut gut faul zu sein. Die Arbeit, von der wir gerade gekommen sind, war schon anstrengend genug. Also lasst uns in Ruhe. Die Welt retten? Nicht jetzt und nicht mit mir…

Umweltschutz und Naturschutz betreffen uns alle!

 

Wir können uns aber nicht länger der Verantwortung entziehen etwas für die Natur zu tun. Wir leben schließlich auf ihr, mit ihr und von ihr. Folglich müssen wir doch einsehen, dass wir zugrunde gehen werden, wenn sie zugrunde geht. Stattdessen aber beuten wir sie weiter aus. Zerstören sie, um uns unseren Luxus finanzieren zu können, nach dem wir alle so sehr streben. Wir leben in einer globalisierten Welt denken aber nicht global, sondern eigennützig und selbstsüchtig.

„Das Leben ist ein ständiger Kampf. Ein Kampf ums eigene Überleben.“

„Die Natur wird sich schon von selbst wieder erholen“, mögen jetzt einige sagen „so wie sie es zuvor auch immer getan hat“. Das ist wahr. Das könnte sie bestimmt. Doch dafür braucht sie Zeit und die geben wir ihr nicht. Wie denn auch? Zeit ist Mangelware. Sie fehlt uns ja selbst. Es geht immer um Wirtschaftlichkeit und Wachstum. Aber der wirtschaftliche Wachstum beweist vor allem eines, dass die Natur dabei immer den Kürzeren zieht, denn: Zeit ist Geld und Geld ist Macht.

Der Naturschutz muss warten. Der Umweltschutz genießt im Gegensatz dazu zur Zeit große Aufmerksamkeit vom deutschen Staat. Doch kann man das auch als reine Marketingmaßnahme und scheinheilige Augenwischerei verstehen. Es soll vor allem wieder nur der Wirtschaftlichkeit dienen. Jedes Jahr kommen Produkte raus, die noch sparsamer und besser sein sollen als ihre Vorgänger. Man will uns dazu bringen am besten jedes Jahr Neu zu kaufen. Dass die Einsparung sich im Vergleich aber erst nach Jahren rentiert, das rechnet keiner nach und erst recht keiner vor. Es wird also jedes Jahr fleißig produziert, verkauft und weggeschmissen. Oder anders betrachtet: Natürliche Ressourcen, für deren „Herstellung“ die Natur oft viele Jahre gebraucht hat, werden kurzerhand abgebaut, kurzweilig verarbeitet und genutzt, um dann für ewig wieder weggeworfen zu werden. Die Welt braucht Entschleunigung damit sie sich erholen kann. Deshalb muss der Naturschutz und der Umweltschutz auch von uns allen angegangen werden und darf nicht nur auf dem Rücken der Politiker lasten. Denn das Schicksal der Natur (be)trifft uns alle!